Smart Sand (2021)
5:12 • FHD • Ton
Sensorik ist die zentrale Schnittstelle zwischen physikalischen, chemischen und biologischen Messgrößen und digitaltechnischen Systemen.
Durch die Integration hochentwickelter Mikrocontroller in Sensorbauteile ist es möglich geworden, Datenerfassung und -verarbeitung in einem einzigen, zunehmend miniaturisierten Element zu vereinen – einem Bauteil, das im Laufe der letzten Jahrzehnte auf die Dimension eines Stecknadelkopfs reduziert werden konnte.
Sensoren übernehmen dabei zunehmend autonome Informationsverarbeitung und bilden damit ein fundamentales Element vernetzter, sogenannter „smarter“ Systeme. In diesem Zusammenhang gewinnt das Konzept des Edge Computing an Bedeutung, das auf dezentrale Netzwerkarchitekturen setzt und sich explizit von cloudbasierten Datenverarbeitungskonzepten abgrenzt.
Die Datenauswertung verlagert sich dabei vom abstrakten, externen Datenraum zurück an den Ort der Entstehung: in urbane Infrastrukturen, Produktionsumgebungen, private Wohnräume sowie direkt in Maschinen, Geräte und Sensoren selbst – bis hin zur analogen Schwelle der Messfühler.
Sensorische Rechenleistungen werden dabei nicht nur verstärkt in technisch-industrielle Umgebungen eingebettet, sondern zunehmend auch in alltäglichen Objekte integriert. Scheinbares Ziel ist es, eine allgegenwärtige, kontextadaptive und durchdringende Informationsverarbeitung zu ermöglichen. „Das Ganze steuert der Blitz”, sagt Kittler dazu.



